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WERKSTADT-Gespräch: Die NSU-Monologe / Dokumentarisches Theater

Juli 2 @ 18:30 - 20:30

Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit.
Nach 400 Aufführungen der Asyl-Monologe und Asyl-Dialoge erzählt die Bühne für Menschenrechte fünf Jahre nach dem Bekanntwerden des “Nationalsozialistischen Untergrunds” in den NSU-Monologen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU.
Ich hab den Polizisten gesagt „Ermittelt gegen Nazis!“ – Sie meinten: „Die würden Spuren hinterlassen. Ein Türke hat ihn umgebracht.“
Dabei erzählen die NSU-Monologe nicht von namenlosen Opfern, sondern von Elif Kubaşık und Adile Şimşek und dem gewaltvollen Verlust ihrer Ehemänner sowie von İsmail Yozgat und der Trauer um seinen Sohn.
Wir erfahren vom Mut der Hinterbliebenen, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, wiederholt die Umbenennung einer Straße einzufordern und nicht zuletzt vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Ermittler zu verteidigen.
Die NSU-Monologe entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen – ein Werk zeitgenössischer Geschichtsschreibung, das in Zeiten des Erstarkens der AfD und des europäischen Faschismus an Aktualität kaum zu überbieten ist.

Beginn: 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

FB: https://www.facebook.com/pg/werkstadtDT/events/?ref=page_internal

 

Details

Datum:
Juli 2
Zeit:
18:30 - 20:30

Veranstaltungsort

Kulturrevier Radbod
An den Fördertürmen 4
Hamm, 59075
+ Google Karte
Telefon:
02381-599626
Website:
www.kulturrevier.de